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Worum geht es?

Beim Poolbillard geht es darum, die farbigen Objektbälle nach bestimmten Regeln in die 6 Taschen zu spielen. Angetreten wird in zwei Teams von denen je eines die Vollen bzw. die Halben einlochen muss. Als Spielball hierfür dient die weiße Kugel. Dieser wird mithilfe des Queues angespielt. Die Teams treten dabei abwechselnd, der sogenannten Aufnahme, an. Die Aufnahme endet, sobald ein Team in seinem Stoß keine Kugel regelgerecht einlochen konnte.

Spielmaterial

Für die Spielvariante Poolbillard benötigt man klassische Pool-Billardkugeln, bestehend aus dem Spielball, 14 farbigen und der schwarzen Kugel.

Farbeinteilung:

  • Spielball: Weiß bzw. Weiß mit roten Punkten
  • 1/9 = Gelb
  • 2/10 = Blau
  • 3/11 = Rot
  • 4/12 = Lila bzw. Pink
  • 5/13 = Orange
  • 6/14 = Grün
  • 7/15 = Dunkelrot bzw. Braun
  • 8 = Schwarz

Poolbillard Varianten

Poolbillard ist eine Ansammlung unterschiedlicher Spielvarianten. Darunter 8-Ball, 9-Ball, 14/1, 3-Ball, 10 Ball, Artistic Pool, Bank Pool und viele weitere. Diese Spielanleitung führt Neulinge im Poolbillard an die bekannteste Variante, dem 8-Ball, heran.

Spielvorbereitung 8-Ball

Die weiße Anspielkugel wird mittig in das obere Drittel gelegt. Gegenüber werden die farbigen Kugeln mit Hilfe des Anspieldreiecks platziert. Die Unterseite des Dreiecks ist parallel zur Tischkante. Die gegenüberliegende Spitze zeigt auf die weiße Spielkugel. Im Anspieldreieck selbst werden die farbigen Kugeln gelegt. Dabei werden die Vollen und die Halben immer abwechselnd gelegt. Im Zentrum des Anspieldreicks wird die schwarze Acht abgelegt. Das Anspieldreieck selbst wird nun vom Spielfeld gehoben. Die Runde Poolbillard kann nun beginnen, sobald ein Team festgelegt wurde, dass den Anstoß, (sogenannter Break) ausführt.

Spielregeln

Beide Teams müssen versuchen, ihre Farbgruppe (Volle oder Halbe) komplett zu lochen. Die letzte Kugel ist die Schwarze Acht. Jenes Team, das dies zuerst ausgeführt hat, hat gewonnen. Das beginnende Team führt den sogenannten Break aus, in dem es die weiße Anspielkugel auf die im Dreieck angelegten farbigen Kugeln spielt. Die Besonderheit im 8-Ball ist, dass es sich um ein Ansagespiel handelt. Das heißt es muss im Zweifel angesagt werden, welche Kugel in welche Tasche fallen soll. Beim Spiel über Banden ist es zum Beispiel nicht offensichtlich, so dass es stets angesagt werden sollte. Die einzige Ausnahme bildet der Break. Der Zug eines Teams ist solange fortzuführen, solange mit dem Stoß der weißen Kugel eine eigene Kugel einzulochen. Der Zug endet, wenn die jeweils falschen Kugeln eingelocht werden, wenn keine Kugel eingelocht wird oder wenn der Spieler ein Foul begeht.

Der Break

Der Break ist der erste Stoß im Spiel. Beim Break müssen mindestens vier der Objektbälle eine Bande berühren oder ein Objektball versenkt werden. Entgegen der weitläufigen Meinung ist hierdurch noch keine Zuordnung der Kugeln zu den Teams abzuleiten. Jenes Team, das nach dem Break in seinem Zug die erste Kugel bei korrekter Ansage locht bekommt als Spielfarbe eben jene Kugeln zugeordnet. Falls der Break nicht korrekt ausgeführt wurde, so kann der nachfolgende Spieler entscheiden, ob er die Lage übernimmt oder einen Neuaufbau fordert. Beim Break muss keine  Ansage erfolgen. 

Besonderheiten beim Break:

  • Fällt der Spielball beim Break vom Tisch oder fällt in eine Tasche, so hat der Gegner den "Ball in Hand". Das heißt er darf den Spielball aus dem Kopffeld heraus spielen. In diesem Zug darf er jedoch ausschließlich Objektbälle anspielen, die mindestens den halben Durchmesser außerhalb des Kopffeldes liegen. Objektbälle die beim Break eingelocht werden, bleiben in den Taschen.
  • Wenn die schwarze Acht beim Break in die Tasche fällt, dann kann der Gegner entscheiden, ob neu aufgebaut wird, oder ob er die Lage übernimmt. Für diesen Fall wird die Acht auf den Fußpunkt zurückgelegt. 
  • Fallen Spielball und die schwarze Acht, dannn kann der Gegner entscheiden, ob er die Lage übernimmt ("Ball in Hand" und die schwarze Acht zurücklegen), oder ob neu aufgebaut wird.
  • Wenn beim Break alle Kugeln einer Farbe eingelocht werden, kann sich der Spieler direkt entscheiden, ob er die schwarze Acht wählt oder die andere Farbe spielt. 

Nach dem Break

Nach dem Break ist der Tisch offen. Das heißt es noch erlaubt mit einer Halben eine Volle einzulochen oder umgekehrt. Erst nach der ersten korrekten Ansage und nach dem Break ist die Farbwahl entschieden. Der Spieler bleibt solange am Tisch, solange er mit seinem Stoß einen Objektball korrekt versenkt hat.

Korrekter Stoß

Nachdem die Farbwahl getroffen ist, reicht es für den korrekten Stoß aus, eine Kugel der eigenen Gruppe zu treffen und mit dem Spielball die Bande zu berühren oder einen Objektball  (nach der Kollision) in die Tasche oder gegen eine Bande zu spielen.

Foul

  • Der Spielball wird versenkt
  • Der Spielball berührt keinen Objektball
  • Der Spielball trifft zuerst eine Kugel der gegnerischen Farbe
  • Es wird keine Kugel versenkt und keine Bande berührt
  • Der Drchstoß, d.h. die Queuespitze trifft den Spielball ein zweites Mal oder berühtt den Spielball beim Kontakt zum Objektball noch
  • Ein Ball verlässt die Spielfläche
  • Ein Ball wird mit dem Queue berührt
  • Der Spieler brührt einen Ball
  • Die Kugeln sind beim Stoß noch vom letzten Stoß in Bewegung
  • Der Spieler "schaufelt" den Spielball über eine andere Kugel
  • Kugeln einer überfüllten Spieltasche beeinfussen das Spielgeschehen

Wenn in einem Zug mehrere Fouls begangen werden, so wird die Aktion wie ein Foul bewertet. Alle Objektbälle die mit einem Foul versenkt werden, bleiben in den Taschen.

Ball-in-Hand

Wenn ein Spieler ein beliebiges Foul begeht, so hat der Gegner "Ball-in-Hand". Dies ist eine Ablageverbesserung und vergleichbar mit dem Freistoß im Fiussball. Der weiße Ball kann nun vom Gegner an einer frei wählbaren Stelle neu aufgesetzt werden. Die einzige Ausnahme gilt beim Break. 

Spielverlust durch Foul mit der schwarzen Acht

  • Der Spieler hat verloren, falls er die Acht versenkt, obwohl noch Objektbälle der eigenen Gruppe auf dem Tisch liegen (alleine oder mit anderen Objektbällen)
  • Ein Spieler die Acht zum Spielende mit einem Foul versenkt
  • Ein Spieler die Acht in eine andere als der angesagten Tasche versenkt
  • Die Acht vom Tisch springt
  • Den Spielball im gleichen Stoß mit der Acht versenkt

Spielende

Das Spiel endet, sobald ein Team die schwarze Acht als letzte Kugel und ohne einem Foul einlocht. Wird die schwarze 8 ein ein anderes Loch als der Ansage gelocht, hat das andere Team gewonnen. Selbiges gilt, wenn die schwarze 8 während des Spiels unabsichtlich in eine der Taschen fällt. Dies trifft zu, wenn noch farbige Kugeln (Volle oder Halbe, je nach Teamzugehörigkeit) auf dem Spielfgeld liegen.

Fazit

8-Ball ist im Amateurbereich die beliebteste Poolbillardvariante. Die Spielregeln sind für Anfänger leicht verständlich und schnell erklärt. Trotzdem bietet 8-Ball einen hohen Spaßfaktor in der die taktische Tiefe nicht abhanden kommt. Deshalb greifen auch fortgeschrittene Spieler am Häufigsten zu dieser Variante.

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