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Der Stoß beim Billard spielen ist eines der wichtigsten Elemente überhaupt, um ein guter Billardspieler zu werden. Wie schaffe ich es, dass die Kugel völlig gerade über den Billardtisch rollt, wie schaffe ich es, dass sie vielleicht sogar einen leichten Bogen mit Effet macht, wann sollte ich stärker spielen und wann schwächer- viele Fragen die je nach unterschiedlichen Anspielen die Eigenschaft der weißen Kugel und somit auch die farbigen Kugeln beeinflussen.

Wie bereits im letzten Artikel „der richtige Stand und die richtige Handführung“ erwähnt, ist es wichtig perfekt zur Kugel zu stehen und eine korrekte Stoßbewegung auszuführen, damit die Kugel an Präzision und Stoßwirkung gewinnt.

Im anschließenden Spiel gibt es mehrere Stoßtechniken. Je nachdem wie die weiße Kugel vom Queue angespielt wird, ändert diese ihre Richtung. Man unterscheidet gerade Stöße, die die weiße Kugel in der Mitte treffen und Effetstöße.

Wird die weiße Kugel direkt in der Mitte getroffen, führt dies zu einer gerade Schusslinie. Je nach Stärke des Stoßes hat dies Einfluss auf den nächsten Zug. Man sollte sich die Frage stellen, was will ich mit meinem Zug erreichen und was wäre gut für meinen durchfolgenden Zug. Oft reicht ein sanfter Stoß aus, um eine farbige Kugel im Loch zu versenken, ein zu starker Stoß kann dabei kontraproduktiv sein und dazu führen, dass die farbige Kugel nicht ins Loch fällt, andere farbige Kugeln ihre Lage verändern, oder der Gegner einen Vorteil daraus erhält. Zu starkes Anstoßen kann außerdem zu einem unfreiwilligen Effet führen, der die weiße Kugel dann nicht an das gewünschte Ziel bringt. Oft wird der Griff des Queue dann stärker umfasst und daraus resultierend wir die Richtung nicht mehr exakt beim Stoß eingehalten.

Es gibt natürlich auch Situationen, in denen starkes Spielen von Vorteil ist, sei es zum Beispiel beim Anstoß oder wenn Gefahr droht, dass die weiße Kugel der farbigen Kugel ins Loch einfach nachläuft.

Eine nicht ganz einfache Aufgabe zum Üben ist es zum Beispiel, die weiße Kugel gerade an die Kopfbande anzuspielen, sodass sie exakt an die Spitze des Queues zurückläuft. Dies kann nur passieren, wenn die weiße Kugel ohne jegliches Effet angespielt wurde.

Beim Spiel mit Effet geht es im Grundsatz darum, den Lauf der weißen Kugel nach dem Auftreffen auf die farbigen Kugeln zu beeinflussen. Damit gelangt man im Idealfall für den nächsten Stoß in eine gute Position auf dem Billardtisch und kann weiter einlochen oder den Spielball (falls man nicht getroffen hat) zumindest so abzulegen, dass der Gegner einen schwierigen Stoß auszuführen hat.

Für das Effetspiel ist der Treffpunkt des Billardqueues auf die weiße Kugel entscheidend, wobei man für den Anfang grob drei Schlagvarianten unterscheiden kann. Wird die weiße Kugel oberhalb der Mitte angespielt, so läuft die weiße Kugel, der farbigen Kugel einfach über den Billardtisch nach (Nachläufer). Wir die weiße Kugel unterhalb der Mitte getroffen, läuft die Kugel nach dem Kontakt mit der farbigen Kugel zurück (Rückläufer). Eine Ausnahme bildet der sogenannte Stoppball. Um einen Stoppball auszuführen und den Spielball unmittelbar nach dem Auftreffen auf die farbige Kugel auf dem Billardtisch zum Liegen zu bringen, trifft man die weiße Kugel leicht unterhalb der Mitte. So entsteht keine oder nur eine geringe Rotation, so dass der Spielball im Idealfall in der gewünschten Position liegen bleibt und direkt weiter genutzt werden kann.

Spielt man die weiße Kugel rechts oder links an, wird eine seitliche Rotation erzeugt (Drall), um ihre eigene Achse, zusätzlich zur gewünschten Richtung. Dadurch bewegt sich die weiße Kugel leicht bogenförmig und kann dadurch andere Kugeln umspielen.


Zusammenfassend sieht ein Stoß wie folgt aus. Man stellt man sich in direkter Linie mit der weißen Kugel auf, in der oben beschriebenen Haltung. Den Arm locken hin und herschwingen, um zu prüfen, ob Richtung und Sicherheit des Stoßes stimmen. Anschließend durchstoßen, wie man zuvor geschwungen hatte. Auch nach dem Kontakt mit der Weißen behält das Queue die Richtung fort, so als ob die weiße Kugel gar nicht da gewesen wäre Zum Schluss Ausschwingen und kurz dem Lauf der weißen Kugel folgen, bevor man sich wieder aufrichtet und sich hoffentlich über den erfolgreichen Stoß freut.

Und auch hier gilt „Übung macht den Meister“. Einfach austesten, um Stärke sowie das richtiger Anspielen der weißen Kugel immer besser einschätzen zu können.

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