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Möchte man Billard spielen kommt es auf viele Dinge an. Die richtige Technik ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung für das nachfolgende Spiel. In erster LInie sind ein richtiger Stand und die richtige Körper-/ und speziell Arm- und Handhaltung von äußerster Wichtigkeit bevor Sie überhaupt eine Kugel spielen. Stehe ich im richtigen Winkel zur Kugel, ist meine Beinhaltung richtig, wie weit beuge ich mich nach vorne um perfekt zu zielen, wie führe ich das Queue durch meine FInger und welche Teile des Armes bewege ich überhaupt.

In dem nachfolgenden Artikel möchten wir einige Antworten auf diese Fragen liefern.

Erst einmal ist wichtig, dass der Stand immer gleich zur Stoßrichtung ausgerichtet ist, damit man gerade nach vorne stoßen kann. Am besten sollte man sich direkt angewöhnen, den Körper immer gleich zur gewünschten Stoßlinie auszurichten. Hilfreich ist dabei oft auch, lieber einen Schritt zurückzumachen und den Stoß dann von vorne und nicht von der Seite anzugehen. Das hintere Bein wird beim Billard immer durchgetreckt, das vordere Bein dagegen leicht angewinkelt. Welches Bein vorne und welches Bein hinten ist, entscheidet sich dadurch, ob die betreffende Person Rechts- oder Linkshänder ist. Beim Rechtshänder steht das rechte Bein hinten, bei Linkshänder das linke Bein hinten. Beide Beine haben einen Abstand von circa 60 Zentimeter. Die leichte Beugung des vorderen Beines ermöglicht ein tiefes nach vorne Bücken über das Queue hinaus. Durch dieses tiefe Bücken und somit einem kurzen Abstand zwischen Queue und Kinn ist es möglich mit beiden Augen zu zielen, um somit die Kugeln richtig einschätzen zu können. Nur so kann man die Tiefe des Balles dreidimensional erfassen. Das Zukneifen eines der beiden Augen hat dabei keinen Vorteil, sondern wirkt sich im Gegenteil nachteilig auf den Stoß aus, da nur durch das dreidimensionale Sehen, Winkel und Entfernung richtig eingeschätzt werden können.
Um eine gerade Ziellinie zu erhalten, sollte das Kinn sich dabei senkrecht, genau über dem Queue befinden. Körper und Kopf sollten dabei stillgehalten werden, sodass sich im Moment des Stoßes nur der Arm bewegt und nichts anderes.

Aber nicht nur der Arm ist wichtig, sondern auch das Handgelenk spielt eine Rolle, ob wir den Ball richtig treffen oder nicht. Ist das Handgelenk zu starr oder wird im Gegenteil aktiv locker mitgeschwungen, bauen wir Fehler ein. Ist das Handgelenk locker und „passiv“ und wird es bei der Stoßbewegung einfach mitgeschwungen, gewinnt man an Präzision und Stoßwirkung. In der Folge sollten der Schwungarm, also der Oberarm, der Kopf des Spielers und der linke Stützarm eine gerade Linie bilden. So verliert er nicht seine gerade Richtung, sondern wird direkt nach vorne geführt. Der Schwung sollte dabei ausschließlich vom Ellenbogengelenk ausgehen, bestenfalls wir der Oberarm dabei nahezu nicht bewegt.

Hilfreich ist es auch, vor dem Spiel die Stoßtechnik zu festigen. Dafür einen Ball nehmen und diesen geradeaus spielen. Durch können der richtige Stand und der richtige Stoß anhand der obenstehenden Merkmale geübt werden. Es sollte dabei kein zweiter Ball hinzugezogen werden, da sonst der Fokus auf das „Einlochen“ und nicht auf die richtige Haltung gelegt wird.

Nun zur richtigen Handhaltung bei der Queueauflegung. Die eine der beiden Hände bildet den sogenannten Bock ( Hand die das Queue festigt) während die andere Hand das Queue ca. 30 bis 40 Zentimeter vom Ende weg gemessen so festhält, dass es auf der Innenfläche der vier abgebogenen Finger (Zeige- bis kleiner Finger) leicht ruht  Es gibt vier grundsätzliche Möglichkeiten die Hand zur Bockhand zu formen, abhängig von der Spielsituation und natürlich auch von der persönlichen Vorliebe des Spielers.

Gibt es genügend Platz zum Auflegen der Hand, kann sich der Spieler je nach Vorliebe für den geschlossenen oder den offenen Bock entscheiden. Liegen die Kugeln so, dass der Platz für die flache Hand nicht ausreichend ist, sollte für das Hinweg ansetzen über andere Kugeln, der hohe Bock gewählt werden.

Beim offenen Bock wird die flache Hand auf dem Tisch platziert. Die Hand wird mittig nach oben gelegt, sodass die Finger sich nahekommen. Daumen und Zeigefinger werden aneinandergepresst, der Daumen dabei hochgezogen, während die anderen vier Finger zusammengezogen noch den Tisch berühren. Zuletzt wird das Queue in die V-förmige Mulde zwischen Daumengelenk und Zeigefingerknöchel eingelegt.

Der hohe Bock funktioniert ähnlich wie der offene Bock, jedoch wird mit den Fingern eine Brücke hochgezogen.

Beim geschlossenen Bock wird ein Kreis mit dem Daumen und dem Zeigefinger gemacht. Das Queue wird durch diesen Kreis gesteckt und auf den Mittelfinger, hinter dem Knöchel aufgelegt. Spreize den "kleinen Finger" und Mittelfinger, um eine Art Stativ-Stütze zu machen. Platziere die Außenkante deiner Hand auf den Billardtisch. Hebe die andere Seite deiner Hand etwas höher.

Liegt der Spielball, also die Weiße, sehr nahe an der Bande ist der "Bandenbock" zu verwenden.

Dafür legt man die Hand an die Bande und hebt den Zeigefinger, der Daumen wir unter den Zeigefinger geschoben und der Queue parallel rechts vom Daumen angelegt und vom Zeigefinger bedeckt. Die Fingerkuppe des Zeigefingers liegt an der Bande zur Stabilisierung auf.

Es gibt somit verschiedene Möglichkeiten erfolgreich BIllard zu spielen, aber egal welche Variante Sie wählen, um eine gute Technik zu erlangen, ist viel Übung gefragt.Halten Sie sich an die gerade erwähnten Tipps sind SIe einen SChritt weiter,die Kugeln einzulochen und erfolgreich Billard zu spielen.

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